I'm gonna make a brand new start of it - in old New York
Welcher Marathonläufer träumt nicht davon? Einmal durch New York City laufen und im Central Park den Marathon beenden? Ich habe es getan! Und nicht nur das. Um das Gefühl, ein Teil dieses gigantischen Events (40.000 Starter) zu sein, wirklich auszukosten, muss man sich einfach Zeit nehmen. Daher habe ich mich auch für ein ungewöhnliches Laufdress entschieden - ich startete im Dirndl.
Zugegeben: schneller hat's mich nicht gemacht...
U4 auch in Karlsruhe bestätigt
Geplant war zwar eine neue Bestzeit (ist das nicht immer so?) aber dann lief es nicht so wie gewünscht. Zuerst war es unerwartet und ungewohnt warm und schwül an diesem Tag. Bis km 20 war die Welt noch in Ordnung, dann bekam ich Muskelschmerzen im linken Oberschenkel. Die Zwischenzeit wurde länger und ich sagte Tyson, der mit mir lief, dass wir noch einen Zahn zulegen müssten.
"Okay, let's go", sagte Tyson und weg war er.
Allein wurde es nicht besser. Ich begann, mir an jeder Verpflegungsstelle einen Becher Wasser hinter die Binde und einen zweiten über das schmerzende Bein zu kippen.
Zum Glück war meine Strategie, deutlich hinter dem 4-Stunden-Ballon gestartet zu sein und ihn inzwischen überholt zu haben, nun sehr hilfreich. Bei km 33 zog Agnes von hinten wieder ran und raunte mir zu: "Auf, Bettina, jetzt dranbleiben!". Ich antwortete ihr nur "Scheiße." Vier, fünf Kilometer hängte ich mich hinten ran, konnte aber das Tempo nicht länger halten. Da man bei km 38 aber nicht aufgibt (und die Bestzeit ohnehin schon futsch war), lief ich einfach langsam weiter und kam trotz aller Widrigkeit noch mit 3:58:20 ins Ziel.
Aus mir nicht bekannten Gründen war ich damit sogar die schnellste aus der Mannschaft (d.h. allen anderen ging es noch dreckiger als mir) und es reichte sogar noch mit der Mannschaft auf's Treppchen.
Yes, she can!
Manchmal braucht es offensichtlich einen etwas längeren Anlauf. Aber welche Rolle spielt das schon, wenn das Ziel erreicht ist? Nach drei verkorksten Versuchen, einen Marathon in weniger als vier Stunden zu absolvieren, ist mir der Durchbruch meiner persönlichen Schallmauer 2009 endlich geglückt. Beim Bienwald-Marathon in Kandel am 8. März lief ich trotz Wind und Nieselregen mit sensationellen 3:54:47 ins Ziel.
Und so seltsam es scheint: es war der Lauf mit der geringsten Qual! (Was nicht heißen sollte, dass es diesmal gar nicht weh getan hätte.)
Meine Kilometerzeiten (zur Nachahmung empfohlen)
| km 1 | 0:05:54 | km 11 | 0:05:26 | km 21 | 0:05:34 | km 31 | 0:05:34 | km 41 | 0:05:39 |
| km 2 | 0:05:41 | km 12 | 0:05:25 | km 22 | 0:05:24 | km 22 | 0:05:33 | km 42 | 0:05:34 |
| km 3 | 0:05:54 | km 13 | 0:05:19 | km 23 | 0:05:28 | km 33 | 0:05:38 | km 42,195 | 0:00:58 |
| km 4 | 0:05:44 | km 14 | 0:05:26 | km 24 | 0:05:30 | km 34 | 0:05:40 | ||
| km 5 | 0:05:30 | km 15 | 0:05:25 | km 25 | 0:05:29 | km 35 | 0:05:50 | ||
| km 6 | 0:05:36 | km 16 | 0:05:22 | km 26 | 0:05:34 | km 36 | 0:05:36 | ||
| km 7 | 0:05:33 | km 17 | 0:05:14 | km 27 | 0:05:27 | km 37 | 0:05:39 | ||
| km 8 | 0:05:26 | km 18 | 0:05:24 | km 28 | 0:05:30 | km 38 | 0:05:55 | ||
| km 9 | 0:05:34 | km 19 | 0:05:23 | km 29 | 0:05:37 | km 39 | 0:05:59 | ||
| km 10 | 0:05:24 | km 20 | 0:05:35 | km 30 | 0:05:35 | km 40 | 0:05:49 |













